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GlossarEnergieAktualisiert:

THG-Quote 2026

Auch bekannt als: Treibhausgas-Minderungsquote

E-Auto-Halter erhalten 2026 ca. 60–120 € pro Jahr aus dem THG-Quoten-Handel.

THG-Quote 2026 ist die Abkürzung für die Treibhausgasminderungsquote im Jahr 2026, ein zentrales Instrument der deutschen Klimaschutzpolitik zur Reduzierung von CO2-Emissionen im Verkehrssektor. Die gesetzliche Grundlage bildet das Bundes-Immissionsschutzgesetz, insbesondere § 37a BImSchG, in Verbindung mit der 38. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes. Mineralölkonzerne sind verpflichtet, die durch ihre Kraftstoffe verursachten Emissionen um einen bestimmten Prozentsatz zu senken. Für das Jahr 2026 liegt diese gesetzliche Minderungsquote bei 10,6 Prozent. Wenn die Konzerne diese Vorgabe nicht durch eigene Maßnahmen wie die Beimischung von Biokraftstoffen erreichen, müssen sie Strafzahlungen leisten oder Zertifikate von Dritten erwerben. Hier kommen private und gewerbliche Halter von reinen Elektroautos ins Spiel. Sie können die eingesparten CO2-Emissionen ihres Fahrzeugs zertifizieren lassen und an die Mineralölunternehmen verkaufen.

Im praktischen Alltag bedeutet dies, dass Besitzer eines rein batterieelektrischen Fahrzeugs eine jährliche Prämie beantragen können. Plug-in-Hybride sind von dieser Regelung ausgeschlossen. Die Abwicklung erfolgt in der Regel über spezialisierte Zwischenhändler, die die Anträge bündeln und beim Umweltbundesamt einreichen. Nach der Zertifizierung wird die Prämie an den Fahrzeughalter ausgezahlt. Für das Jahr 2026 haben sich die Auszahlungsbeträge aufgrund eines Überangebots an Zertifikaten und gesunkener Marktpreise auf einem niedrigeren Niveau stabilisiert. Halter können im Jahr 2026 mit einer Auszahlung von etwa 60 bis 120 Euro pro Fahrzeug rechnen. Dies ist ein spürbarer Rückgang im Vergleich zu den Anfangsjahren des Quotenhandels, stellt aber weiterhin einen finanziellen Anreiz für die Elektromobilität dar. Steuerlich ist die Prämie für Privatpersonen nach § 22 Nummer 3 des Einkommensteuergesetzes als sonstige Einkunft bis zur Freigrenze von 256 Euro im Jahr steuerfrei. Da die aktuellen Prämien deutlich darunter liegen, fällt in der Regel keine Einkommensteuer an. Wer die genauen finanziellen Vorteile seines Fahrzeugs ermitteln möchte, kann den Kfz-Steuer-Rechner auf rechn24 nutzen, um die gesamten Unterhaltskosten besser zu kalkulieren.

Mit Blick auf die Zukunft sind weitere Anpassungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen zu erwarten. Geplant ab 2027 ist eine schrittweise Anhebung der gesetzlichen Minderungsquote auf 12 Prozent und in den Folgejahren noch höher. Dies könnte mittelfristig wieder zu einer leichten Erholung der Zertifikatspreise führen, sofern der Markt nicht durch andere Faktoren wie den Import von fortschrittlichen Biokraftstoffen übersättigt wird. Halter von Elektroautos sollten daher die Marktentwicklung aufmerksam verfolgen und die Angebote der verschiedenen Zwischenhändler jährlich vergleichen, um die bestmögliche Prämie für ihr Fahrzeug zu erzielen.

Praxis-Beispiel

Beispiel: Herr Müller besitzt ein rein batterieelektrisches Fahrzeug, das auf ihn zugelassen ist. Im Februar 2026 registriert er sich bei einem zertifizierten THG-Quoten-Anbieter im Internet. Er lädt ein Foto seines Fahrzeugscheins hoch, um seine Halterschaft nachzuweisen. Der Anbieter bündelt den Antrag mit anderen und reicht ihn beim Umweltbundesamt ein. Nach einer Bearbeitungszeit von etwa zwölf Wochen erhält der Anbieter die Bestätigung und verkauft die Zertifikate an ein Mineralölunternehmen. Herr Müller bekommt daraufhin im Juni 2026 eine vertraglich zugesicherte Fixprämie von 85 Euro auf sein Girokonto überwiesen. Da dieser Betrag unter der steuerlichen Freigrenze von 256 Euro liegt, muss er die Einnahme nicht in seiner Einkommensteuererklärung angeben.

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Häufige Fragen

Muss ich die THG-Prämie in meiner Steuererklärung angeben?+

Für Privatpersonen ist die Auszahlung aus der THG-Quote steuerfrei, solange die Freigrenze für sonstige Einkünfte nach § 22 Nummer 3 EStG von 256 Euro im Kalenderjahr nicht überschritten wird. Da die Prämien im Jahr 2026 in der Regel zwischen 60 und 120 Euro liegen, bleibt die Auszahlung steuerfrei und muss nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Bei gewerblich genutzten Fahrzeugen gehört die Prämie jedoch zu den Betriebseinnahmen.

Können auch Halter von Plug-in-Hybriden die THG-Quote für 2026 beantragen?+

Nein, Halter von Plug-in-Hybriden sind nicht berechtigt, an dem Quotenhandel teilzunehmen. Die gesetzliche Regelung sieht vor, dass nur rein batterieelektrische Fahrzeuge, also vollelektrische Autos, die Voraussetzungen erfüllen. Der Gesetzgeber möchte mit dieser Maßnahme gezielt emissionsfreie Antriebsarten fördern. Auch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor oder herkömmliche Hybridfahrzeuge ohne externe Lademöglichkeit sind von der Beantragung der Prämie ausgeschlossen.

Verwandte Begriffe

Quelle: Umweltbundesamt

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