Die kurze Antwort: Ja, ein Balkonkraftwerk lohnt sich – in den meisten Fällen. Aber die genaue Rentabilität hängt von mehreren Faktoren ab. Wir rechnen es ehrlich durch.
Die wichtigsten Faktoren für die Wirtschaftlichkeit
| Faktor | Einfluss | Optimum |
|---|---|---|
| Strompreis | Sehr hoch | Je höher, desto besser |
| Standort / Sonnenstunden | Hoch | Bayern, BW (Süddeutschland) |
| Ausrichtung | Mittel | Süd, 30° Neigung |
| Eigenverbrauchsanteil | Sehr hoch | > 50% (mit Speicher: 80%) |
| Anschaffungskosten | Hoch | < 300 € für 800W |
| Jahresstromverbrauch | Mittel | > 2.000 kWh/Jahr |
Rechenbeispiel: Typischer Haushalt
Annahmen: 2-Personen-Haushalt, Bayern, Südausrichtung, 30° Neigung, Strompreis 0,31 €/kWh
Wann lohnt sich ein Balkonkraftwerk NICHT?
- Sehr niedriger Eigenverbrauch: Wenn Sie tagsüber nie zuhause sind und keinen Speicher haben, sinkt der Eigenverbrauchsanteil auf unter 20%.
- Nordausrichtung: Eine reine Nordausrichtung reduziert den Ertrag um bis zu 45%.
- Starke Verschattung: Bäume, Nachbargebäude oder Balkone darüber können den Ertrag drastisch reduzieren.
- Sehr niedriger Strompreis: Unter 0,20 €/kWh verlängert sich die Amortisation erheblich.
Lohnt sich ein Balkonkraftwerk mit Speicher?
Mit einem Speicher steigt der Eigenverbrauchsanteil von 30–40% auf 65–85%. Die Amortisation verlängert sich um 1–3 Jahre, aber die absolute Ersparnis steigt deutlich. Für Berufstätige, die tagsüber nicht zuhause sind, ist ein Speicher besonders sinnvoll.
Nutzen Sie unseren Balkonkraftwerk Rechner und aktivieren Sie den "Mit Speicher"-Modus für eine individuelle Berechnung.