Deutschlandticket Sozial 2026: Alles, was Sie wissen müssen
Seit dem 1. Januar 2026 kostet das reguläre Deutschlandticket 63 Euro pro Monat – eine Erhöhung um 5 Euro gegenüber 2025. Für Menschen mit geringem Einkommen bieten die deutschen Verkehrsverbünde das Deutschlandticket Sozial an, das in manchen Bundesländern weniger als die Hälfte des regulären Preises kostet. Das günstigste Sozialticket bundesweit gibt es in Hamburg für nur 27,50 € pro Monat.
Wer bekommt das Deutschlandticket Sozial?
Berechtigt sind in allen 16 Bundesländern Empfänger von Bürgergeld (SGB II), Sozialhilfe und Grundsicherung (SGB XII) sowie Asylbewerberleistungen. Viele Bundesländer gewähren den Sozialtarif zusätzlich an Rentner mit Grundsicherungs-Aufstockung und Menschen mit Schwerbehinderung (ab GdB 70). Einige Verkehrsverbünde schließen auch Wohngeldempfänger und Inhaber regionaler Sozialpässe (z. B. Berlin-S, München IsarCard S, Frankfurt-Pass) ein.
Warum ist der Preis so unterschiedlich?
In Deutschland gibt es keinen bundeseinheitlichen Sozialtarif. Jeder Verkehrsverbund entscheidet selbst über Höhe und Voraussetzungen des Rabatts. Hamburg (27,50 €) und Bremen (25 €) subventionieren am stärksten. In Sachsen und Sachsen-Anhalt zahlen Berechtigte dagegen bis zu 44 € – ein Ost-West-Gefälle, das von Sozialverbänden kritisiert wird. Der Deutsche Caritasverband und die Diakonie fordern einen bundeseinheitlichen Sozialpreis von maximal 29 €.
Rentner zahlen oft drauf
Eine häufig kritisierte Ungerechtigkeit: Rentner mit kleiner Rente knapp über der Grundsicherungs-Grenze bekommen das Sozialticket nicht – sie zahlen 63 € voll. Wer die Rente mit Grundsicherung aufstockt, zahlt dagegen den Sozialtarif. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie Anspruch auf Grundsicherung haben, prüfen Sie es mit dem rechn24.de Grundsicherung-Rechner. Eine Aufstockung bringt oft nicht nur 50–100 € im Monat zusätzlich, sondern auch das vergünstigte Sozialticket.