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GlossarFinanzenAktualisiert:

Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)

Privatversicherung, die bei Berufsunfähigkeit eine monatliche Rente zahlt.

Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist eine private Absicherung, die eine monatliche Rente(Werbung, Affiliate-Link zu amazon.de – § 5a Abs. 4 UWG) auszahlt, wenn die versicherte Person ihren zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kann. Die gesetzliche Grundlage für diese Versicherungsform findet sich im Versicherungsvertragsgesetz (VVG), insbesondere in den Paragrafen 172 ff. VVG, welche die Bedingungen für die Berufsunfähigkeit präzise definieren. Im Jahr 2026 liegt die durchschnittliche monatliche BU-Rente bei Neuabschlüssen bei etwa 1.600 Euro, was angesichts der gestiegenen Lebenshaltungskosten als absolutes Minimum für eine existenzsichernde Absicherung gilt. Die staatliche Erwerbsminderungsrente, die oft fälschlicherweise als ausreichende Alternative angesehen wird, greift nur bei vollständiger oder teilweiser Erwerbsminderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und bietet im Durchschnitt lediglich rund 980 Euro im Monat. Dies bedeutet für die meisten Betroffenen eine erhebliche Versorgungslücke, die ohne private Vorsorge kaum zu schließen ist.

Im praktischen Alltag betrifft das Thema Berufsunfähigkeit nahezu alle Erwerbstätigen, da statistisch gesehen jeder vierte Arbeitnehmer im Laufe seines Berufslebens mindestens einmal berufsunfähig wird. Besonders relevant ist die Absicherung für Hauptverdiener, Selbstständige und junge Berufstätige, die noch keine ausreichenden gesetzlichen Ansprüche aufgebaut haben. Typische Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind heutzutage nicht mehr nur körperliche Gebrechen oder Unfälle, sondern zunehmend psychische Erkrankungen wie Burnout oder schwere Depressionen, die im Jahr 2026 für fast 40 Prozent aller Leistungsfälle verantwortlich sind. Auch Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates sowie Krebsleiden spielen eine große Rolle. Wer sich für eine BU entscheidet, muss vorab Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten, da sonst der Versicherungsschutz im Leistungsfall gefährdet ist. Um die finanziellen Auswirkungen eines Einkommenswegfalls zu simulieren, hilft der Brutto-Netto-Rechner auf rechn24, der eindrucksvoll zeigt, wie viel Nettoeinkommen im Ernstfall tatsächlich fehlt und durch eine private Rente kompensiert werden muss.

Mit Blick auf die kommenden Jahre sind weitere Anpassungen in der Versicherungslandschaft zu erwarten. Geplant ab 2027 ist eine stärkere Standardisierung der Gesundheitsfragen durch den Gesetzgeber, um den Zugang zur Berufsunfähigkeitsversicherung für Menschen mit Vorerkrankungen zu erleichtern und Diskriminierungen abzubauen. Zudem wird auf politischer Ebene intensiv diskutiert, die steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen weiter zu flexibilisieren, um die private Vorsorge für breitere Bevölkerungsschichten attraktiver zu machen. Bis dahin bleibt es essenziell, die individuelle Absicherungshöhe regelmäßig an die persönliche Einkommensentwicklung und die allgemeine Inflation anzupassen. Dies geschieht idealerweise durch eine vertraglich vereinbarte Beitragsdynamik, die auch im Jahr 2026 eine schleichende Entwertung der versicherten Rente wirkungsvoll verhindert und den Lebensstandard im Ernstfall sichert.

Praxis-Beispiel

Beispiel: Thomas, 34 Jahre alt, arbeitet als Softwareentwickler und verdient im Jahr 2026 ein monatliches Nettoeinkommen von 3.200 Euro. Er erleidet einen schweren Bandscheibenvorfall und wird zu 100 Prozent berufsunfähig. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente würde ihm lediglich 1.150 Euro zahlen, da er theoretisch noch leichte Tätigkeiten ausüben könnte. Dank seiner frühzeitig abgeschlossenen Berufsunfähigkeitsversicherung erhält er jedoch eine monatliche private Rente von 2.000 Euro. Zusammen mit eventuellen staatlichen Hilfen kann er so seinen Lebensstandard halten und seine laufenden Fixkosten wie Miete und Kredite weiterhin problemlos bedienen.

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Häufige Fragen

Zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung auch bei psychischen Erkrankungen?+

Ja, psychische Erkrankungen wie Burnout, Depressionen oder Angststörungen sind im Jahr 2026 die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit und werden von modernen Tarifen vollumfänglich abgedeckt. Voraussetzung ist, dass ein Facharzt die Diagnose stellt und bestätigt, dass die berufliche Tätigkeit zu mindestens 50 Prozent für voraussichtlich sechs Monate nicht mehr ausgeübt werden kann.

Kann ich die Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung von der Steuer absetzen?+

Die Beiträge zur selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung können als sonstige Vorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Allerdings sind die Höchstbeträge von 1.900 Euro für Angestellte und 2.800 Euro für Selbstständige im Jahr 2026 oft schon durch die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft, sodass sich steuerlich meist kein zusätzlicher Vorteil ergibt.

Quelle: Bundesministerium der Finanzen

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