Freiwillige Einzahlungen in die Rentenversicherung erhöhen die monatliche Rente – aber lohnt sich das im Vergleich zu einem ETF-Sparplan? Wir rechnen beide Szenarien durch.
Wer kann freiwillig einzahlen?
Freiwillige Beiträge können leisten: Selbstständige ohne Rentenversicherungspflicht, Personen mit Beitragslücken (z.B. durch Auslandsaufenthalte), Rentner, die noch arbeiten, und Personen, die Abschläge für Frührenteneintritt ausgleichen möchten.
Was kostet ein Entgeltpunkt?
2026 kostet ein Entgeltpunkt 8.044 € (Beitragssatz 18,6% × Durchschnittsentgelt 45.358 × 12 Monate / 12). Ein Entgeltpunkt bringt monatlich 40,22 € mehr Rente (West).
| Einzahlung | Entgeltpunkte | Mehr Rente/Monat | Break-even |
|---|---|---|---|
| 8.044 € | 1,0 EP | +40,22 € | 16,7 Jahre |
| 20.000 € | 2,49 EP | +100 € | 16,7 Jahre |
| 50.000 € | 6,22 EP | +250 € | 16,7 Jahre |
Vergleich: Freiwillige Rente vs. ETF-Sparplan
Bei einem ETF-Sparplan mit 7% Jahresrendite und 20 Jahren Laufzeit wächst eine Einmalzahlung von 8.044 € auf ca. 31.000 €. Bei einer Entnahme von 4% pro Jahr wären das 1.240 €/Jahr = 103 €/Monat – mehr als die 40,22 € aus dem Rentenbeitrag.
⚠️ Wichtiger Unterschied
Die gesetzliche Rente ist lebenslang garantiert – ein ETF-Depot kann aufgebraucht werden. Wer 95 Jahre alt wird, profitiert von der gesetzlichen Rente. Wer früh stirbt, verliert die Einzahlungen (außer bei Hinterbliebenenrente).
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