Der größte Schock für PKV-Versicherte kommt oft im Alter: Die Beiträge explodieren. Wir zeigen, wie teuer es wirklich wird und wie Sie sich schützen können.
Beitragsbeispiel: Ein Leben in der PKV
| Alter | Monatlicher Beitrag | Jahresbeitrag | Steigerung zum Vorjahr |
|---|---|---|---|
| 25 Jahre | 150 € | 1.800 € | – |
| 35 Jahre | 180 € | 2.160 € | +20% |
| 45 Jahre | 280 € | 3.360 € | +56% |
| 55 Jahre | 520 € | 6.240 € | +86% |
| 65 Jahre | 950 € | 11.400 € | +83% |
Warum steigen PKV-Beiträge so stark?
Im Gegensatz zur GKV (Umlageverfahren) funktioniert die PKV nach dem Äquivalenzprinzip: Jeder zahlt für sein eigenes Risiko. Mit zunehmendem Alter steigt das Krankheitsrisiko – die Beiträge folgen diesem Risiko. Hinzu kommen Kostensteigerungen im Gesundheitswesen.
Die Altersrückstellung: Ein Schutzschild?
Theoretisch sollte die Altersrückstellung (ein Ersparter Anteil der Beiträge) die Beiträge im Alter stabilisieren. In der Praxis reicht sie oft nicht aus. Viele Versicherte erleben Schocks von 20–30% Beitragserhöhung pro Jahr.
Tipps zur Kostenkontrolle in der PKV
- Tarif-Wechsel: Innerhalb der gleichen Versicherung ist ein Wechsel zu günstigeren Tarifen möglich (mit Gesundheitsprüfung)
- Selbstbeteiligung erhöhen: Höhere Selbstbeteiligung = niedrigere Beiträge
- Leistungen reduzieren: Zahnersatz, Sehhilfen oder Heilpraktiker streichen
- Basistarif: Ab 55 Jahren gibt es den Basistarif (ähnlich GKV-Leistungen), aber deutlich teurer
Warnung: Der Basistarif ist kein Schnäppchen – er kostet oft mehr als die GKV und bietet weniger Leistungen.