Die GKV-Reform 2027 bringt die größte Veränderung seit Jahren: Die Beitragsbemessungsgrenze steigt, die Zusatzbeiträge erhöhen sich weiter, und mehr Gutverdiener können erstmals in die PKV wechseln.
Was ändert sich 2027 in der GKV?
| Änderung | 2026 | 2027 (geplant) |
|---|---|---|
| Beitragsbemessungsgrenze | 5.812,50 €/Monat | ~6.150 €/Monat |
| Jahresarbeitsentgeltgrenze | 77.400 €/Jahr | ~82.800 €/Jahr |
| Ø Zusatzbeitrag | 2,5% | ~2,8–3,0% |
| Maximaler GKV-Beitrag | ~1.102 €/Monat | ~1.200 €/Monat |
Wer profitiert vom PKV-Wechsel 2027?
Durch die höhere JAEG 2027 können erstmals auch Arbeitnehmer mit einem Jahresgehalt zwischen 77.400 € und ~82.800 € in die PKV wechseln – sofern sie die Grenze auch 2026 überschritten haben.
Warum steigen die GKV-Beiträge?
Die gesetzliche Krankenversicherung steht unter Druck: Steigende Arztkosten, teurere Medikamente, eine alternde Bevölkerung und Defizite in den Krankenkassen-Haushalten zwingen zur Beitragserhöhung. Der Spitzenverband der Krankenkassen prognostiziert für 2027 einen durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,8–3,0%.
Was bedeutet das für PKV-Versicherte?
PKV-Versicherte sind von der GKV-Beitragserhöhung direkt nicht betroffen. Allerdings steigen auch PKV-Beiträge regelmäßig – im Schnitt um 3–5% pro Jahr. Wer jung in die PKV wechselt, profitiert langfristig durch niedrigere Beiträge und Altersrückstellungen.