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Sozialleistungen8 min Lesezeit2026-04-27

Neue Grundsicherung ab 1. Juli 2026: Was ändert sich gegenüber dem Bürgergeld?

Am 1. Juli 2026 endet das Bürgergeld. Die Neue Grundsicherung bringt strengere Regeln: Karenzzeit-Wegfall, Wohnkosten-Obergrenzen, schärfere Sanktionen.

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Am 1. Juli 2026 wird das Bürgergeld zur "Neuen Grundsicherung". Die Reform bringt deutlich strengere Regeln – Karenzzeit-Wegfall, schärfere Sanktionen, neue Wohnkosten-Obergrenzen.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick

Die Reform der Grundsicherung wurde im März 2026 vom Bundestag und Bundesrat beschlossen. Ab 1. Juli 2026 gelten für Neuantragsteller, später dann für alle Empfänger:

  • Wegfall der Karenzzeit: Bisher 12 Monate Schonzeit, in der Vermögen und Wohnkosten unangetastet blieben. Ab Juli 2026: Sofortige Prüfung.
  • Strengere Sanktionen: Schon ab dem ersten Verstoß bis zu 30%, bei wiederholten Verstößen bis zu 100% Kürzung des Regelsatzes.
  • Wohnkosten-Obergrenzen: Die Miete muss ab Tag 1 angemessen sein – wer in einer teureren Wohnung lebt, muss umziehen oder die Differenz selbst zahlen.
  • Vermögens-Prüfung: Nur 15.000 € pro Person Schonvermögen, alles darüber muss aufgebraucht werden.

Was bleibt gleich?

Trotz der strengeren Regeln bleiben einige zentrale Punkte unverändert:

  • Regelsatz: 563 € für Alleinstehende, 506 € pro Person bei Paaren
  • Mehrbedarfe (Alleinerziehende, Schwangere, chronisch Kranke)
  • Übernahme der Heizkosten in voller Höhe
  • Kindergeld bleibt unberührt

Wer ist betroffen?

Die Reform betrifft alle 5,4 Millionen Empfänger der bisherigen Bürgergeld-Leistung. Besonders einschneidend ist sie für:

  • Neue Antragsteller (sofortige Prüfung statt Karenzzeit)
  • Empfänger mit Ersparnissen über dem Schonvermögen
  • Mieter in teuren Stadtländern (München, Frankfurt, Hamburg)
  • Personen mit Pflichtverletzungen (Termine, Bewerbungen)

Berechnen Sie Ihren Anspruch

Mit unserem Neue Grundsicherung Rechner berechnen Sie Ihren voraussichtlichen Anspruch unter den neuen Regeln – inklusive Wohnkosten-Prüfung und Vermögens-Check.

Fazit

Die Reform spart dem Staat schätzungsweise 1,5–2 Milliarden Euro pro Jahr – zu Lasten von Empfängern mit Ersparnissen oder teuren Wohnungen. Wer betroffen ist, sollte sich rechtzeitig informieren und gegebenenfalls beraten lassen.