25 € pro Monat ab Geburt klingt nach wenig – aber durch den Zinseszins-Effekt werden daraus über 12.500 €, bis das Kind 18 wird. Die Mathematik dahinter ist faszinierend.
Die Macht des Zinseszinses
Albert Einstein soll den Zinseszins-Effekt als das "achte Weltwunder" bezeichnet haben. Der Effekt ist einfach: Zinsen werden nicht ausgezahlt, sondern sofort wieder angelegt – und werfen selbst wieder Zinsen ab. Je länger die Laufzeit, desto exponentieller wächst das Kapital.
Beispielrechnung mit 6% Rendite:
- 25 €/Monat × 12 Monate × 18 Jahre = 5.400 € Einzahlungen
- Zinseszins-Gewinn: ca. 7.100 €
- Endkapital: ca. 12.500 €
Welcher ETF ist geeignet?
Für langfristige Kindervorsorge sind breit gestreute, kostengradierte ETFs am besten geeignet:
- MSCI World: 1.500+ Aktien aus 23 Industrieländern
- FTSE All-World: 4.000+ Aktien weltweit (inkl. Schwellenländer)
- MSCI ACWI: 3.000+ Aktien weltweit
Die Kosten (TER) sollten unter 0,25% liegen, idealerweise unter 0,15%.
Kombiniert mit der Frühstart-Rente
Ab 2027 zahlt der Staat zusätzlich 10 €/Monat ab dem 6. Geburtstag in ein ETF-Depot. Wer also 25 € eigenbeitrag ab Geburt + 10 € vom Staat ab dem 6. Geburtstag einzahlt, hat am 18. Geburtstag fast 15.000 €.
So legen Sie los
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Junior-Depot bei einem Online-Broker eröffnen (z.B. Comdirect, Consorsbank, Trade Republic)
- Sparplan auf einen breit gestreuten ETF einrichten (mindestens 25 €/Monat)
- Ab dem 6. Geburtstag staatliche Frühstart-Rente beantragen
- Nicht panisch werden bei Kursschwankungen – lange Anlagedauer gleicht das aus
Berechnen Sie Ihre Strategie
Mit unserem Frühstart-Rente Rechner finden Sie heraus, wie viel Ihr Kind mit 18 hat – abhängig von Eigenbeitrag und Rendite. Spielen Sie verschiedene Szenarien durch.