Die Frühstart-Rente ist eines der spannendsten Vorhaben der Renten-Reform 2026: Der Staat zahlt für jedes Kind ab dem 6. Geburtstag 10 € pro Monat in ein ETF-Depot ein – 12 Jahre lang. Was steckt dahinter?
Die Idee in Kürze
Im März 2026 hat der Bundestag die große Renten-Reform beschlossen. Ein Bestandteil: Jedes Kind in Deutschland soll frühzeitig Vermögen für die spätere Altersvorsorge aufbauen – ohne, dass die Eltern dazu finanziell beitragen müssen. Der Staat übernimmt das für die ersten 12 Jahre vom 6. bis zum 18. Geburtstag.
- Beitrag: 10 € pro Monat (vom Staat)
- Zeitraum: 12 Jahre (Alter 6–18)
- Anlage: Aktien-ETF (breit gestreut, kostengradiert)
- Auszahlung: Erst zur Rente (private Altersvorsorge)
Wie viel kommt zusammen?
Die staatliche Förderung summiert sich auf 1.440 € (12 × 12 × 10 €). Mit einer durchschnittlichen ETF-Rendite von 6–7% entwickeln sich diese 1.440 € bis zum 18. Geburtstag auf ca. 2.300–2.700 €. Klingt erstmal wenig – aber das Geld wird dann meist in der privaten Altersvorsorge weitergeführt, sodass es bis zur Rente weiter wächst.
Spannender wird es mit eigenen Beiträgen. Bei 25 €/Monat Eigenbeitrag ab Geburt sind es am 18. Geburtstag bereits ca. 12.500 €, bei 100 €/Monat sogar über 40.000 €.
Lohnt sich der Eigenbeitrag?
Definitiv. Der Zinseszins-Effekt entfaltet seine volle Kraft nur über lange Zeiträume. Wer mit 0 statt 6 anfängt, gewinnt 6 zusätzliche Jahre Rendite. Bei 6% jährlich verdoppelt sich das Kapital ca. alle 12 Jahre. Wer 30 €/Monat ab Geburt einzahlt, hat zur Rente (mit 67) eine sechsstellige Summe – und das, ohne dass das Kind selbst etwas dazu tun muss.
Berechnen Sie Ihre Familie
Mit unserem Frühstart-Rente Rechner sehen Sie auf einen Blick, wie viel Ihr Kind mit 18 hat – mit oder ohne Eigenbeitrag, je nach gewünschter ETF-Rendite. Probieren Sie verschiedene Szenarien aus.
Fazit
Die Frühstart-Rente ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die staatliche Förderung allein reicht nicht für eine spätere Altersvorsorge – aber kombiniert mit eigenen Beiträgen und dem Zinseszins-Effekt entsteht ein solides Fundament. Eltern und Großeltern sollten diese Chance nutzen.