30 Milliarden Euro Steuerentlastung – das verspricht die CDU-Steuerreform 2026. Aber wer profitiert wirklich? Und wer zahlt am Ende die Rechnung?
Die CDU-Steuerreform im Detail
Die Kernpunkte des CDU-Plans:
- Grundfreibetrag: +1.000 € auf 12.096 € (bisher 11.096 €)
- Spitzensteuersatz: Erst ab 85.000 € statt bisher 70.000 €
- Reichensteuersatz: 45% ab 277.826 € bleibt unverändert
- Solidaritätszuschlag: Keine Änderung geplant
Wer profitiert wie viel?
Die jährliche Steuerersparnis je Einkommensgruppe (Schätzung):
- Unter 15.000 €: 0–100 € (kaum Einkommensteuer)
- 20.000–30.000 €: 150–300 € (Grundfreibetrag-Effekt)
- 30.000–50.000 €: 250–500 € (Grundfreibetrag + Grenzsteuersatz)
- 50.000–70.000 €: 400–800 € (Grundfreibetrag + Spitzensteuersatz-Verschiebung)
- 70.000–85.000 €: 800–1.500 € (größter Effekt durch Spitzensteuersatz)
- Über 85.000 €: ca. 1.500 € (Deckelung)
Kritik: Wer profitiert nicht?
Kritiker der Steuerreform weisen auf folgende Punkte hin:
- Geringverdiener: Wer unter dem Grundfreibetrag verdient, profitiert nicht
- Rentner: Rentner zahlen meist wenig Einkommensteuer, profitieren kaum
- Gegenfinanzierung unklar: 30 Mrd. € müssen irgendwo eingespart werden
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Fazit
Die CDU-Steuerreform entlastet vor allem Mittelverdiener zwischen 30.000 und 85.000 €. Spitzenverdiener profitieren absolut am meisten, relativ am wenigsten. Geringverdiener und Rentner profitieren kaum. Die Gegenfinanzierung bleibt das größte Fragezeichen.