Ab dem 01. Mai 2026 gelten neue Besoldungstabellen für Bundesbeamte. Der Gesetzentwurf vom 14. April 2026 sieht eine Erhöhung um 2,8% vor – die höchste Anpassung seit Jahren.
Was ändert sich konkret?
Die Bundesregierung hat am 14. April 2026 den Entwurf eines Bundesbesoldungs- und -versorgungsanpassungsgesetzes beschlossen. Die wichtigsten Änderungen:
- Erhöhung um 2,8% für alle Besoldungsgruppen (A, B, R, W)
- Mindestbetrag: 50 € monatlich (kommt Niedrigbesoldeten zugute)
- Gültig ab: 01.05.2026
- Rückwirkend: Keine rückwirkende Erhöhung für Jan–Apr 2026
Neue Besoldungsgruppen A – Beispiele
| Gruppe | Stufe 1 (alt) | Stufe 1 (neu) | Stufe 8 (neu) |
|---|---|---|---|
| A 6 | 2.507 € | 2.577 € | 3.021 € |
| A 9 | 2.943 € | 3.025 € | 3.711 € |
| A 13 | 4.031 € | 4.144 € | 5.192 € |
| A 16 | 5.748 € | 5.909 € | 7.053 € |
Wer profitiert am meisten?
Beamte in niedrigen Besoldungsgruppen (A 3 – A 6) profitieren überproportional, da der Mindestbetrag von 50 € greift. Bei A 3 Stufe 1 entspricht das einer Erhöhung von ca. 2,4% – etwas weniger als die nominalen 2,8%, aber absolut deutlich spürbar.
Vergleich mit dem öffentlichen Dienst (TVöD)
Der TVöD-Abschluss für 2026 liegt bei 3,0% – die Beamtenbesoldung folgt damit annähernd. Historisch wurden Beamte oft schlechter gestellt, was zu Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht führte. Das BVerfG hat 2020 entschieden, dass die Besoldung "amtsangemessen" sein muss.
Besoldung im Bundesland-Vergleich
Wichtig: Diese Erhöhung gilt nur für Bundesbeamte. Landesbeamte werden nach den jeweiligen Landesgesetzen besoldet – die Erhöhungen variieren zwischen 2,5% und 3,5% je nach Bundesland.
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Häufige Fragen zur Besoldungserhöhung 2026
Wann wird die Erhöhung ausgezahlt? Mit dem Gehaltszettel für Mai 2026, also Anfang Juni 2026.
Gilt die Erhöhung auch für Pensionäre? Ja, Versorgungsbezüge werden ebenfalls angepasst – mit dem gleichen Prozentsatz.
Was ist mit Anwärterbezügen? Anwärter erhalten eine separate Erhöhung, die im Gesetz ebenfalls geregelt ist.