All-World-ETF (FTSE / MSCI ACWI) ist ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung von Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern weltweit abbildet. Diese Fonds investieren typischerweise in über 3.000 bis knapp 4.000 verschiedene Aktien und bieten Anlegern somit eine extrem breite Diversifikation über verschiedene Regionen und Branchen hinweg. Die rechtliche Grundlage für die Besteuerung solcher Fonds in Deutschland bildet das Investmentsteuergesetz (InvStG). Für das Steuerjahr 2026 gilt bei Aktienfonds, die fortlaufend mindestens 51 Prozent ihres Wertes in Kapitalbeteiligungen investieren, eine Teilfreistellung von 30 Prozent. Das bedeutet, dass 30 Prozent der Erträge wie Ausschüttungen oder Vorabpauschalen steuerfrei bleiben. Der für die Berechnung der Vorabpauschale relevante Basiszins für 2026 wurde vom Bundesfinanzministerium auf 2,87 Prozent festgelegt. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Steuerlast von Anlegern, die thesaurierende All-World-ETFs im Depot(Werbung, Affiliate-Link zu amazon.de – § 5a Abs. 4 UWG) halten.
Im praktischen Alltag ist ein All-World-ETF das Basisinvestment für den langfristigen Vermögensaufbau(Werbung, Affiliate-Link zu amazon.de – § 5a Abs. 4 UWG) und die private Altersvorsorge vieler Bürger. Betroffen sind vor allem Privatanleger, die mit einem monatlichen Sparplan oder einer Einmalanlage für den Ruhestand vorsorgen möchten. Typische Situationen umfassen die Einrichtung eines Sparplans bei einem Online-Broker, bei dem monatlich ein fester Betrag abgebucht und in den ETF investiert wird. Da diese Fonds sowohl etablierte Märkte wie die USA und Europa als auch aufstrebende Volkswirtschaften wie China oder Indien abdecken, müssen Anleger nicht selbst entscheiden, welche Regionen sich künftig am besten entwickeln. Der ETF-Sparplan(Werbung, Affiliate-Link zu amazon.de – § 5a Abs. 4 UWG)-Rechner auf rechn24.de zeigt eindrucksvoll, wie sich der Zinseszins über Jahrzehnte auswirkt und welches Endkapital bei einer durchschnittlichen Marktrendite zu erwarten ist.
Mit Blick auf die kommenden Jahre und geplante Änderungen ab 2027 wird die Bedeutung der privaten Vorsorge über den Kapitalmarkt weiter zunehmen. Die Bundesregierung plant ab 2027 die Einführung eines geförderten Altersvorsorgedepots, bei dem Investitionen in breit gestreute ETFs steuerlich stärker begünstigt werden sollen. Dies könnte dazu führen, dass Einzahlungen in einen All-World-ETF bis zu bestimmten Höchstbeträgen direkt von der Steuer abgesetzt werden können, während die Besteuerung erst in der Auszahlungsphase im Rentenalter erfolgt. Anleger sollten daher die gesetzlichen Entwicklungen genau verfolgen, um ihre Sparstrategie rechtzeitig an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen und staatliche Förderungen optimal zu nutzen.